WeinTrends- der neue Jahrgang

Rheinland-Pfalz – Wein in Zahlen

Deutschland und die Welt

Laut dem Deutschen Weininstitut in Mainz liegt die Erntemenge für 2016 deutschlandweit mit etwa 9,0 Mio hl zwei Prozent leicht über dem Vorjahr und auf Höhe des Zehnjahresmittels. Je nach Intensität der Wetterereignisse im Frühjahr ergeben sich regional starke Schwankungen.
Europaweit fällt die Ernte mit einem Minus von vier Prozent geringer aus als im Vorjahr.

Rheinland-Pfalz – Wein in Zahlen

Rheinland-Pfalz ist das Weinland Nummer 1 in Deutschland. Hier erzeugen über 11.000 Betriebe in sechs der 13 deutschen Anbaugebiete – Rheinhessen, Pfalz, Mosel, Nahe, Mittelrhein und Ahr – ca. 65 – 70 Prozent der gesamten deutschen Erntemenge. Im Durchschnitt werden im Bundesland zwischen 6 und 6,5 Mio. Hektoliter Wein geerntet. 2015 betrug die Erntemenge nach ersten Schätzungen 5,8 Mio Hektoliter, 2016 wird mit 5,8 Mio Hektoliter gerechnet, ein Minus von knapp 2 Prozent.

Weintrends – moderater Alkohol

Früher freuten sich die Winzer über zuckerreiche, süße Trauben. In den letzten Jahren mussten sie dagegen einige Weine säuern, weil nach nassen Frühsommer der September ungewöhnlich warm und trocken ausfiel und die Beeren fleißig Zucker einlagerten, während die Säurewerte rapide nach unten gingen. Aufsäuerung - eigentlich bekannt aus heißen Mittelmeerregionen - hilft, die Frische zu erhalten, die die Konsumenten mittlerweile ebenso wie einen moderaten Alkoholgehalt schätzen gelernt haben.

Die Zeiten, in denen Qualität mehr oder weniger mit hohen Zucker- und damit Alkoholgehalten gleichgesetzt wurde, gehören also immer mehr der Vergangenheit an.

Mehr zu moderatem Konsum finden Sie hier...

Weintrends – Terroir

... ist für viele das Zauberwort. Darüber, was Terroir alles umfasst, sind sich die Experten selbst nicht ganz einig. Der Begriff beschreibt nicht nur Topografie und Mikroklima, sondern auch die Verbindung aus Boden, Lage, Herkunft und dem Können der Winzer. Es sind also immer die Menschen, die die charakteristischen Vorgaben der Natur im Wein schmeckbar machen können.

Am besten man probiert bei einem Winzer und vergleicht!

Weintrends - Orange Wines

Angesagt, wenn auch nur als Mini-Nische, sind sie in Weinbars in Hamburg und Berlin, in den Weinforen der sozialen Medien bestimmen sie derzeit die Diskussion – Orange Wines. In Deutschland ist der Trend noch ziemlich jung, international gilt Frankreich als Vorreiter, und im deutschsprachigen Raum waren die Österreicher die Ersten.

Hinter dem Trend stecken meist biologisch-organisch oder biologisch-dynamisch arbeitende Betriebe, die ihren Weinen, auch den Weißweinen, eine extrem lange Maischestandzeit geben. Üblicherweise werden die Weine spontan vergoren, ohne Zusatz von Reinzuchthefen und sind nur sehr leicht oder gar nicht filtriert. Durch die lange Maischezeit erhalten die Weine eine intensiv gelbe oder orange Farbe – daher der Name.

Orange Weine haben meist keine bzw. sehr wenig primäre Fruchtaromen und schmecken durch den höheren Gerbstoffgehalt herber bis zartbitter und kräutrig, dabei sind sie in der Regel sehr trocken. Als Essensbegleiter sind die Weine bei Sommeliers beliebt. Wie leichte Rotweine werden auch die Orange-Weine leicht gekühlt getrunken.

Erfolgreiche Eisweinlese

Am 30. November hat es geklappt! -7 Grad und kälter zeigte das Thermometer in der Nacht. Winzer in Rheinhessen, in der Pfalz, an Nahe und Mosel und weiteren deutschen Anbaugebieten konnten aus den noch gefrorenen Beeren hochkonzentrierten Saft für den begehrten Eiswein pressen.
Alle hoffen jetzt auf noch weitere kalte Tage. 

Weinlese 2016 – Ergebnis doch besser als erwartet!

Überwiegend entspannt beendeten die Winzer im vergangenen Herbst die Weinlese. Erntemenge und Qualität sind deutlich besser als noch im Sommer erwartet. Stabiles Spätsommerwetter und moderater Niederschlag kurz vor der Lese haben zum guten Ergebnis geführt. 

Meldungen über zu niedrige Temperaturen und zu viel Regen im Frühjahr und Frühsommer haben für das Weinjahr 2016 große Befürchtungen geweckt. Regional und lokal haben Starkregen und Frost die Weinberge stark in Mitleidenschaft gezogen, sodass einige Betriebe über Ausfälle von 70 bis 80 Prozent klagen. Falscher Mehltau – Peronospora - war in diesem Jahr der Feind der Reben. Die Pilzerkrankung führt zum Absterben der Blätter und der Trauben, und damit im schlimmsten Fall zum totalen Ernteausfall.

Überall dort, wo die Witterungsverhältnisse gnädig waren und Winzer den Mehltau im Griff hatten, konnten die Trauben, von der anhaltenden Herbstsonne verwöhnt, noch optimal reifen. Kühle Nächte und warme Tage prägten die Aromen besonders aus. Das Mostgewicht liegt drei bis vier Grad Oechsle unter dem langjährigen Durchschnitt, was auch für moderateren Alkoholgehalt spricht. Beste Voraussetzungen also für die in Deutschland beliebten fruchtbetonten Weine sind sich die Weinfachleute sicher. Freuen Sie sich drauf!

 
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